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Umbau und Sanierung anfos/haus, Basel

Das anfos/haus wurde 1969 von den Architekten Johannes Gass und Wilfried Boos erbaut. Es gilt als eines der eindrücklichsten Beispiele grossstädtischer Architektur aus der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs in Basel. Seine städtebauliche Präsenz prägt das Geviert zwischen Aeschenvorstadt, Sternengasse und Henric Petri-Strasse.

 

Architektonisch strahlt das über vierzigjährige Gebäude eine Art ‚gelassene Eleganz’ aus, der durchaus eine gewisse Zeitlosigkeit zugesprochen werden kann. Entsprechend wurden diese charakteristischen Merkmale und gestalterischen Qualitäten beibehalten und gestärkt.

Die Sanierungsmassnahmen hatten zur Absicht das Gebäude energetisch, statisch und organisatorisch den heutigen Anforderungen anzupassen und die verschiedenen Nutzungsbereiche räumlich zu klären und aufzuwerten. Gleichzeitig galt es den Komplex im städtischen Gefüge neu zu positionieren.

 

Dem Gebäude wurde ein grosszügiger urbaner Leerraum als Halle eingeschrieben. Diese zweigeschossige Halle ist Mittelpunkt und Herz des neuen anfos/haus und ist über ein prägnantes Oblicht natürlich belichtet. Sie bindet dabei die beiden kommerziell genutzten Stockwerke zusammen und wird im Netz der innerstädtischen Verbindungen zu einem wichtigen Bezugsort. Ein innerer Ring von Läden, organisiert sich um die grosszügige Halle. Die Büroflächen in 2. bis 4. Obergeschoss wurden beibehalten und in ihrer Anlage geklärt, indem ein neuer, dreigeschossiger Zwischenbau den Hof umschliesst und die beiden bestehenden Flügel miteinander verbindet. Dies ermöglicht neue Organisations- und Aufteilungsformen und ein dem Gesetz entsprechendes Fluchtwegkonzept. Das anfos/haus bietet die Möglichkeit, in den beiden obersten Etagen attraktives Stadtwohnen zu etablieren. 21 unterschiedliche Geschoss- und Maisonnettewohnungen ergänzen die Nutzungsvielfalt, welche gemeinsam mit dem öffentlichen Parkhaus in den Untergeschossen dem Gebäude seinen städtischen Charakter verleiht.