Projektnummer

127

Ort

Basel

Jahr

2007

Programm

Wohnungsbau

Auftragsgeber/-in

Privat

Status

Realisiert

Projekt

sabarchitekten

Beteiligte

Ingenieur: H.P. Frei

Fotografie

Michael Fontana

Das Wohnhaus an der Blauenstrasse in Basel ist ein viergeschossiger, bereits mehrfach umgebauter und dadurch in seiner Struktur stark veränderter Blockrandbau aus dem Jahr 1888. Mit einer kostengünstigen Intervention wurden die bestehenden, kleinteiligen Grundrisse ausgeräumt und mit wenigen Eingriffen räumlich neu geordnet. Auf diese Weise wurden zwei jeweils zweigeschossige, klar geschnittene Wohnungen geschaffen, die zeitgemässen Ansprüchen genügen.Erschlossen werden beide Einheiten über das seit jeher bestehende Treppenhaus. Dieses wird einzig durch den neuen, silbernen Anstrich, der fast beiläufig auf dem Rahmen der Eingangstür erscheint, veredelt. Indem dieser Farbton sämtliche Wände, Stufen, Decken und Geländer überzieht, verleiht er der Erschliessung eine eigenwillige Atmosphäre.Die verschiedenen Materialien verbinden sich unter der Farbschicht zu einer einheitlichen Haut, die das Treppenhaus nahtlos auskleidet und so mit einzelnen Ausblicken in den grünen Hof kontrastiert. Prägendes Element des Hofs ist die dicht mit Efeu und Weinreben bewachsene Rückwand eines Werkstattgebäudes; sie wird zur grünen Mauer, die weit in die nun offenen Grundrisse der Wohnungen hineinwirkt.Die Innenräume selbst sind zurückhaltend gestaltet. Das Erdgeschoss bildet eine grosse, fliessende Raumfigur, in deren Mitte der Eingang liegt, abgetrennt durch ein raumhohes, eingebautes Garderobemöbel. Diese Diele im Kleinstformat öffnet sich rechts zu einer offenen, eleganten Wohnküche, von der aus man über eine gedeckte Loggia und über eine vorgefertigte Betonstufe in den Hof gelangt.Der durchlaufende Boden aus weiss geölten Pressholzplatten unterstützt den Eindruck eines einzigen grossen Raumes. Bestimmendes Element des ganzen Parterres ist aber der raumhohe Wendeflügel in der ehemals geschlossenen Aussenwand. Steht er weit offen, erweitert sich der Wohnraum bis zur Hofmauer; in geschlossenem Zustand wird der Ausblick zu einer gerahmten Landschaftsfotografie. In den oberen Geschossen wurde nur reduziert eingegriffen. Neben der Neuordnung der Zimmer schaffen ausgesuchte Schiebewände Durchblicke und ein neues Raumgefühl, das dem kleinen Haus eine angemessene Grosszügigkeit verleiht.