Projektnummer

82

Ort

Aichi (J)

Jahr

2005

Programm

Ausstellung

Auftragsgeber/-in

Präsenz Schweiz

Status

Wettbewerb 1. Preis, realisiert

Projekt

sabarchitekten

Beteiligte

Gruppe Panorama

Fotografie

Tobias Madoerin, iart

Anlässlich der Weltausstellung 2005 in Aichi, Japan, galt es, den Auftritt der Schweiz formal und inhaltlich zu entwerfen. Im Rahmen eines Wettbewerbs entwickelte die Gruppe Panorama 2000 ausgehend vom Expo-Leitmotiv «Weisheit der Natur» ein Konzept für einen künstlichen Berg. Das Bild des Berges repräsentiert die bekannten Landschaftsbilder der Schweiz und versinnbildlicht die natürlichen und kulturellen Ressourcen unserer Gesellschaft. Das architektonische Konzept des Schweizer Pavillons besteht aus zwei Elementen: dem eigentlichen Berg und dem Infrastrukturbereich. Der Berg erscheint als riesige, abstrakte Landschaft, die in den von den japanischen Organisatoren der Expo 05 zu Verfügung gestellten Pavillon hineingefaltet wurde.Eine neun Meter hohe Bergkette verdeckt ein dahinterliegendes Tal, welches vom Besucher nur nach einer Wanderung durch das Innere des als Holzbau konstruierten «Massivs» entdeckt werden kann. Seine in statisch wirksame Dreiecksflächen gegliederte, ca. 1500 Quadratmeter umfassende Oberfläche wurde mit der Textur eines künstlichen Bergs überzogen. Im Inneren befindet sich die Ausstellung, welche in die Themenbereiche «Swiss myths», «visions», «risk and caution», «top of science» und «Monte Rosa Hütte» gegliedert ist.Während seines Spaziergangs durch diese sogenannten «Bubbles» entdeckt der Besucher eine Vielzahl von Objekten unterschiedlichster Herkunft, Bedeutung, Form und Altersklasse. Sie stellen die Vielfaltigkeit der Errungenschaften der Schweizer Kultur dar. Ausgediente Armeetaschenlampen wurden umfunktioniert zu Audioguides, von denen zusätzliche Informationen zu den Objekten abgerufen werden können. Nach dem Erlebnis im Inneren des Bergs betritt der Besucher die Terrasse, welche von der künstlichen Bergwelt umgeben ist. Hier ergibt sich die Möglichkeit, den Besuch auf einem persönlichen Erinnerungsfoto festzuhalten. Der Infrastrukturbereich ist als dreigeschossiger Bau in den Pavillon hineingestellt. Restaurant, der Shop, die Lounge sowie Büros und Technik sind hier kompakt angeordnet. Durch die differenzierte Farbgebung wird den einzelnen Bereichen eine jeweils spezifische Atmosphäre verliehen, die im Kontrast zur künstlichen Bergwelt steht.